Hallihallo!
Als erstes möchten wir uns bei Allen für die Verspätung dieses Eintrags entschuldigen, doch bedingt durch Regenzeit und damit verbundenen Stromausfällen war es uns nicht möglich unseren Blog zu aktualisieren.
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| Überflutete Straßen |
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Wie ihr euch sicher vorstellen könnt haben wir in den letzten Wochen jede Menge erlebt. Die Kinder hatten Ferien. Diese werden ihnen mit Sicherheit noch ne ganze Weile in Erinnerung bleiben. Außerdem erkundeten wir die South Coast und entdeckten dabei ein weiteres Paradies auf einer nahezu verlassenen und von der Zivilisation scheinbar vergessenen kleinen Insel. Aber dazu später :-)
Die Schulferien dauerten leider nur zwei, von geplanten vier Wochen an, da die Schulleitung diese beliebig zu verschieben, kürzen und verlängern vermag. Davon wurde dann auch noch eine Woche halbtags mit Nachhilfe verschwendet. Aber nichtsdestotrotz haben wir diese freie Zeit voll gerockt.
Als erstes hat Vivi für jedes Kind ein Stück bitter nötige Privatsphäre geschaffen. Dazu dienten Schuhkartons, die wir kostenlos aus den hiesigen Schuhläden bekommen hatten. Diese wurden dann nach Belieben von den Kindern gestaltet, sodass jeder von nun an einen erkennbaren Platz für seine persönlichen Habseligkeiten hat. Die passen ja auch alle in einen Schuhkarton…
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| Die Aktion wurde super angenommen :-) Juhuu! |
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| Die Meisten hatten zum ersten Mal Kleber in der Hand. |
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| Sportplatz am Meer |
Dann habe ich eine Fußballspiel mit einem anderen Waisenhaus organisiert. Das ist leider etwas ausgeartet. Denn die Kinder dort sind ganz schön krass unterwegs. Von Taschendieben über Hobbyelektriker, die die elektrischen Leitungen in ihrem Waisenhaus sabotieren, sodass man bei Berührung einen Schlag kriegt und ganz normale Schläger ist dort alles dabei. Nach dem Spiel gab es für jeden Spieler einen Preis.
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| Die krassesten Homies in da Hood !! |
Die Kinder aus dem anderen Waisenhaus überwältigten erst eine andere Freiwillige, um an die Süßigkeiten zu kommen und danach verprügelten sie einige Kinder aus unserem Waisenhaus und stahlen die Süßigkeiten. Krasse Gang!!!
Als nächstes organisierten wir eine Art Sportfest für alle Sinne. Wahnsinn, wie viel Spaß das gemacht hat. Die Kinder konnten Punkte sammeln und diese im Anschluss wieder gegen Süßigkeiten eintauschen. Einer der kleinsten hat sogar am meisten Punkte gesammelt. Unser Ziel war es, besonders die, die den anderen sonst vermeintlich nachstehen (meist bedingt durch die Herkunftsverhältnisse), in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken. Läuft!!
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| Was ist da wohl drin? |
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| Tauziehen! |
Als nächstes haben wir unsere Environmental – Woche gestartet. Zum Auftakt hielt ich einen Vortrag über Globalisierung, bei dem die Kinder auch jede Menge zu tun hatten. Dann waren wir im Nakumatt, einer Art kenianischem Kaufland, für ein konsumkritisches Entdeckungsspiel, bei dem die Kinder bestimmte Aufgaben zu lösen hatten. Der Großteil war zum ersten Mal in einem Kaufhaus dieser Größe. Die Meisten haben einfach die Klappe gehalten, weil sie von dem Eindruck so geflashed waren. Bei der Evaluation mit den Kinder haben viele geschrieben: „ Ich war sehr glücklich darüber, dass es Tomaten aus Spanien, Kartoffeln aus China und Knoblauch aus Indien zu kaufen gibt und die Kleider aus Bangladesch haben mir am besten gefallen.“ NA DAS WAR DOCH MAL EIN GELUNGER VORTRAG; BEI DEM WAHNSINNIG VIEL HÄNGEN GEBLIEBN IST !!!! ;0) Nächstes Mal vielleicht?!
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| ... Input ... |
Die Kinder und ich haben aus 5l – Flaschen und anderem Müll ein Boot gebaut um ihnen die Nützlichkeit und Schädlichkeit verschiedener Stoffe für die Umwelt zu erläutern. Dabei kam es natürlich immer wieder zu kulturellen und zwischenmenschlichen Konfrontationen als die Kinder zum Beispiel Bäume fällen wollten um das Floß zu bauen, oder mit den Leuten die uns beim „Müllsammeln“ beobachtet haben. Hier verbrennen ja alle ihren Müll direkt vor der Tür oder werfen ihn einfach zum Nachbarn.
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| Die Männer am Werk. |
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| Das fertige Boot und die Crew. |
Als nächstes sind wir im Bamburi – Nature – Trail gewesen - eine ehemalige Zementfabrik, die von einem Biologen wieder mit einheimischen Pflanzenarten besiedelt wurde. Obwohl alle aus Kenia kommen hatten die meisten Kinder noch nie zuvor solche Tiere oder solch eine üppige Vegetation gesehen. Und die Affen waren an dem Tag echt angriffslustig besonders den Kleinen gegenüber. So haben wir an dem Tag die ein oder andere Mango an die Affen verloren und mussten verängstigtes Kreischen bei jeder einzelnen Sichtung ertragen. Dort gibt’s vielleicht 1mio Affen. Da hätte man schon gern ne Zwille einstecken gehabt… ;0) Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer riesigen „Müllhalde“ vorbei (einem Platz auf dem einfach eine Menge Müll rumliegt, Kinder spielen, ein paar idyllischen Einfamilienhäusern und Farmbetrieb). Das war nochmal ein eindeutiger Kontrast zum Nature Trail!
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| Der Übeltäter! |
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| Fuck the Army |
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| Sogar den Hippos klauten die Affen das Essen! |
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| Einige der Kleinen hatten auch etwas Angst... |
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| Alle fanden es cool Giraffen zu füttern! |
Und und und…
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